Bauen ist so teuer wie nie zuvor - Alles über den historischen Kostenanstieg am Bau

Dass die Mieten für Wohnungen in den Ballungszentren in kaum bezahlbare Höhen schießen, ist eine bekannte Entwicklung der letzten Jahre. Hinzu kommt nun ein historischer Kostenanstieg für alle Bauherren.

 

In diesem Blogbeitrag möchten wir uns genauer ansehen, was es mit damit auf sich hat und woher der Kostenanstieg kommt.

Stärkster Preisanstieg seit 1970 - Woher kommt das?

Seit 51 Jahren sind die Kosten am Bau nicht mehr so gestiegen wie dieses Jahr. Im Vergleich zu 2020 müssen für Rohstoffe und Baufirmen ca. 12,6 % an zusätzlichem Kapital eingerechnet werden. Doch woher kommt dieser Preisanstieg?

 

  • Besonders stark macht sich der Holzmangel bemerkbar. Grund dafür sind die enormen Exporte an die USA und China, die aufgrund von Waldbränden, Käfer-Plagen oder dem eigenen Bauboom Rohstoffe aus der EU beziehen müssen. Das erfolgt nur leider in so großen Mengen, dass in Deutschland mittlerweile Materialknappheit herrscht. Sägewerke fokussieren zusätzlich den Export, da sie dabei wesentlich besser verdienen. In dieser Konsequenz sind auch die heimischen Preise für das Holz angestiegen, und zwar um drastische 46,5 %.

 

  • Ein weiterer großer Faktor ist Corona. Hürden für Gastarbeiter sorgen auf Seite der Baufirmen für einen Arbeitskräftemangel und dadurch steigende Kosten. Auch die strengen Hygienemaßnahmen befeuern die erschwerten Arbeitsbedingungen für Bauarbeiter, das Resultat: Steigende Kosten.

 

Schmerzlich ist das für alle Familien mit Bauwunsch, denn der Kostenanstieg kombiniert sich mit den ohnehin stetig steigenden Immobilienpreisen. Allein letztes Jahr sind die Immobilienpreise um über 10 % gestiegen, so das Institut der deutschen Wirtschaft. Diese Tendenz setzt sich auch dieses Jahr weiterhin fort. Hier stellen sich viele die Frage, wie man sich heutzutage überhaupt noch eine Wohnung leisten oder gar den Eigenheim-Wunsch erfüllen soll.

 

Die Inflation nach der Krise sei normal, so die Notenbanken, und daher auch sehr wahrscheinlich bald wieder verschwunden. Ob das mit den Engpässen und den hohen Kosten am Bau auch so sein wird, kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Auswirkungen für die Bauwirtschaft

Die aktuellen Lohn-Verhandlungen in Berlin werden sich maßgeblich auf die Kostenentwicklung am Bau auswirken, denn höhere Löhne bedeutet auch höhere Kosten für die Bauherren. Warum die Lohnerhöhung trotzdem so wichtig ist?

 

Aufgrund der aktuell niedrigen Gehälter erfährt die Bauindustrie einen starken Fachkräftemangel. So klagen etwa ein Drittel aller Betriebe im Hochbau über Schwierigkeiten gut ausgebildete Fachkräfte zu finden, im Tiefbau sind es sogar 38%. Vor allem, da das große Ziel der Bundesregierung der Gebäude-Klimaschutz ist, müssen die nötigen Bewerber für die offenen Fachkräfte-Positionen gefunden werden. Das geht am besten, indem man die Stellen attraktiv gestaltet und fair bezahlt. Es bleibt also eine spannende Entwicklung in Berlin, wo gerade die Lohn- und Tarif-Verhandlungen geführt werden.

 

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