Und schon sind wir im neuen Jahr 2026. Für viele ist der Jahreswechsel ein Neustart und prädestiniert für persönliche Veränderungen. Das spüren wir auch direkt in der Immobilienbranche, ganz gleich, ob es um den Verkauf einer Immobilie oder der Start einer größeren Sanierung geht.
Damit Sie gut informiert in das neue Jahr starten können, zeigen wir Ihnen, welche Veränderungen 2026 für Eigentümer und Vermieter anstehen. Neue gesetzliche Vorgaben, angepasste Förderprogramme und steigende Kosten beeinflussen sowohl das Vermieten als auch das Halten von Immobilien. Wer frühzeitig informiert ist, kann Risiken minimieren und Chancen gezielt nutzen.
Grundsteuer: Auswirkungen erstmals in der Nebenkostenabrechnung spürbar
Neue Hebesätze je nach Kommune
Stärkere Belastung in hochpreisigen Lagen
Transparente Darstellung in der Betriebskostenabrechnung erforderlich
Die reformierte Grundsteuer gilt bereits seit 2025. Seit 2026 taucht sie bei vielen Vermietern jedoch erstmals konkret in der Nebenkostenabrechnung auf. Da die Grundsteuer zu den umlagefähigen Betriebskosten zählt, können Eigentümer die Kosten anteilig an Mieter weitergeben.
Mietpreisbremse bleibt bis 2029 bestehen
Gilt nur für ausgewiesene Gebiete
Ausnahmen bei Neubauten und umfassenden Sanierungen
Mietspiegel bleiben zentrale Orientierung bei Neuvermietung
Die Mietpreisbremse wurde verlängert und gilt weiterhin in Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt. Bei Neuvermietungen darf die Miete maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.
Für Vermieter bedeutet das: Eine saubere Marktanalyse ist wichtiger denn je.
Wohnungsbau und Förderung: Milliarden für Neubau und Sanierung
KfW-Programme für klimafreundlichen Neubau
Förderung für Effizienzhaus-Standards
Zinsvergünstigte Kredite für Familien
Programm „Jung kauft Alt“ für Bestandssanierungen
Auch 2026 unterstützt der Staat den Wohnungsbau mit umfangreichen Fördermitteln. Insgesamt stehen rund 13 Milliarden Euro zur Verfügung. Gerade energetische Maßnahmen bleiben ein zentrales Förderthema.
Kurzzeitvermietung: Strengere Regeln ab Mai 2026
Pflicht zur Angabe der Registrierungsnummer in Online-Inseraten
Zentrale Datenerfassung durch die Bundesnetzagentur
Hohe Bußgelder bei Verstößen möglich
Ab Mai 2026 werden Kurzzeitvermietungen bundesweit stärker kontrolliert. Hintergrund ist das Kurzzeitvermietungs-Datenaustausch-Gesetz (KVDG), das einen Datenaustausch zwischen Plattformen und Behörden ermöglicht. Vermieter benötigen künftig eine offizielle Registrierungsnummer der zuständigen Kommune. Für Anbieter von Ferienwohnungen steigt damit der Verwaltungsaufwand deutlich.
Energieausweise: Neue EU-Vorgaben in Vorbereitung
Geplant ist eine EU-weit einheitliche Skala für Energieausweise von A bis G. Zusätzlich sollen konkrete Modernisierungsempfehlungen enthalten sein. Die Einführung ist für 2026 vorgesehen, eine Verschiebung wird jedoch diskutiert.
Fest steht: Energieeffizienz bleibt ein entscheidender Faktor bei Verkauf und Vermietung.
CO₂-Abgabe und Solarpflichten: Kosten und Pflichten steigen
Die CO₂-Abgabe auf fossile Brennstoffe wird voraussichtlich weiter steigen. Für Vermieter gilt weiterhin das gesetzliche Stufenmodell zur Aufteilung der CO₂-Kosten zwischen Mietern und Vermietern, das sich am CO₂-Ausstoß des Gebäudes orientiert.
Zusätzlich greifen in mehreren Bundesländern neue Solarpflichten, etwa bei umfassenden Dachsanierungen. Für Eigentümer gewinnt der Eigenverbrauch von Solarstrom – etwa durch Speicherlösungen – zunehmend an Bedeutung.
Mit klarem Blick durch das Immobilienjahr 2026
2026 bringt für Eigentümer und Vermieter einige Änderungen mit sich – von steuerlichen Anpassungen bis hin zu neuen Anforderungen rund um Energieeffizienz und Vermietung. Wer die Entwicklungen frühzeitig im Blick behält, kann Kosten besser einschätzen und fundierte Entscheidungen für seine Immobilie treffen.
Wenn Sie Fragen haben oder Ihre individuelle Situation rund um Ihre Immobilie besprechen möchten, stehen wir Ihnen gerne persönlich zur Seite – damit Sie 2026 gut informiert, sicher und mit einem klaren Plan starten können.
Kleine Vorschau: Auch beim Heizungsgesetz zeichnen sich aktuell Anpassungen ab. Sobald hier konkrete Regelungen feststehen, informieren wir Sie selbstverständlich in unserem Blog über die wichtigsten Änderungen und deren Auswirkungen.